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04. Juni 2007

Der Protest ist und bleibt legitim

Zum bisherigen Verlauf des G8-Gegengipfels und zu den weiteren Aktivitäten von Linkspartei und WASG vor Ort erklären Katja Kipping (stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei.PDS), Christine Buchholz (geschäftsführender Bundesvorstand der WASG) und Wolfgang Gehrcke (Parteivorstand der Linkspartei.PDS):

Wir weisen Unterstellungen, dass Linkspartei und WASG Gewalt am Rande der ansonsten friedlichen Anti-G8-Demonstration verharmlost hätten, entschieden zurück. Im Gegenteil: Wir lehnen Gewalt als Mittel der Politik ab. Wir verkünden dies nicht nur in Pressemitteilungen, sondern haben persönlich - teilweise unter Gefährdung unserer körperlichen Unversehrtheit - am Samstag vor Ort deeskalierend auf Demonstranten und Polizei eingewirkt. Nicht erst in Rostock, sondern bereits im Vorfeld haben wir die Bundesregierung aufgefordert, die Auseinandersetzung nicht anzuheizen.

Linkspartei und WASG werden sich weiterhin an den friedlichen Protesten beteiligen. Für uns steht dabei die inhaltliche Arbeit im Vordergrund. Dass wir damit Erfolg haben, beweist die große Resonanz auf die Anhörungen der Fraktion DIE LINKE. mit u.a. Eugen Drewermann, Walden Bello, Elmar Altvater, an der über 600 Menschen teilgenommen haben.

Die G8-Staaten sind an den Kriegen im Irak und Afghanistan führend beteiligt, diktieren ökonomische Bedingungen, die in Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens zu Massenelend geführt haben, und verantworten maßgeblich die Klimakatastrophe. Die G8 sind keine Lösung, sondern Verursacher der Probleme. Deshalb ist und bleibt der Protest dagegen legitim.

No G8 : Menschen vor Profite. Eine Aktion von Die Linke und WASG

Vom 6. bis 8. Juni 2007 treffen sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen, die G8, zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen, diesmal in Heiligen- damm bei Rostock. Die G8 sind ein Instrument, um neoliberale Politik weltweit umzusetzen. Deshalb werden ihre Treffen von Anfang an von Protesten begleitet.