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04. Juni 2007

Heute wie vor 40 Jahren gilt: Nein zum autoritären Sicherheitsstaat! Für Grundrechte und Demokratie!

Vor vierzig Jahren, am 2.Juni 1967, gipfelte das repressive Vorgehen des Staates gegen die Studierendenproteste in der Ermordung des Studenten Benno Ohnesorgs, begleitet von einer Kampagne der Springer-Presse gegen die Studentenbewegung. Heute im Juni 2007demonstrieren 80 000 Teilnehmer bunt und vielfältig gegen die G8. Die Botschaft ist klar. Ob Klimawandel, Krieg oder Afrika: Die G8-Staaten sind Teil der weltweiten Probleme und nicht die Lösung. Die Auseinandersetzungen am Rande der Demonstration vom vergangenen Samstag sind zu bedauern. Insbesondere die Polizei und die Medien, wie z.B. die BILD-Zeitung, sind jetzt aufgefordert zur Deeskalation beizutragen statt durch Repression und unsachliche Berichterstattung die Stimmung weiter an zu heizen. Dazu erklärt Sophie Dieckmann vom Bundesvorstand des demokratisch-sozialistischen Studierendenverbandes Die Linke.SDS:

1967 darf sich nicht wiederholen. Wir warnen vor einer Eskalation der Gewalt. Wir fordern die Bundesregierung auf, die friedlichen Blockaden gegen die G8 nicht zu kriminalisieren. Ziviler Ungehorsam gehört zur Demokratie!“ Trotz aller Drohgebärden lässt sich Die Linke.SDS vom antidemokratischen Gebahren der Innenpolitiker nicht einschüchtern: Studierende aus ganz Deutschland werden sich an den friedlichen Blockaden in Heiligendamm beteiligen.

In Heiligendamm verteidigen wir Demokratie und Grundrechte. Den Weg in den autoritären Sicherheitsstaat gehen wir nicht mit", sagt Kolja Möller vom Bundesvorstand des Studierendenverbandes.

No G8 : Menschen vor Profite. Eine Aktion von Die Linke und WASG

Vom 6. bis 8. Juni 2007 treffen sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen, die G8, zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen, diesmal in Heiligen- damm bei Rostock. Die G8 sind ein Instrument, um neoliberale Politik weltweit umzusetzen. Deshalb werden ihre Treffen von Anfang an von Protesten begleitet.