24. Mai 2007
G8-Gipfel birgt kaum Chancen für eine gerechtere Wirtschaftsordnung
Der Vorsitzende der Fraktion der Linkspartei.PDS, Prof. Dr. Wolfgang Methling, bezweifelt auch nach den Ausführungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel heute im Bundestag, dass von dem G8-Gipfel in Heiligendamm Impulse ausgehen werden, der Globalisierung "ein menschlicheres Gesicht zu geben".
"Im Kern geht es wieder nur um die ureigensten Interessen der selbsternannten führenden Industrienationen", erklärte Methling am Donnerstag in Schwerin.
"Um eine gerechtere Wirtschaftsordnung zu erreichen und den Klimaschutz weltweit voranzutreiben, sind andere Maßnahmen und Wege erforderlich als die von Frau Merkel vorgestellte Agenda der G8", sagte Methling. Seine Fraktion unterstützt deshalb den Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE "Menschen statt Profite – Nein zu G8". Darin wird der Bundestag u.a. aufgefordert, die demokratisch legitimierten Alternativen zu G8 zu stärken, eine schrittweise Abrüstung einzuleiten, regionale Wirtschaftsentwicklung zu stärken sowie eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zu übernehmen.
"Die G8-Staaten als Hauptverursacher des Klimawandels stehen in der Verantwortung, den vielen Menschen in den Entwicklungsländern zu helfen, die massiv unter den Folgen zu leiden haben", sagte Methling. Insbesondere müssten endlich die USA ihre Verweigerungshaltung beim Klimaschutz aufgeben und sich aktiv an der Reduzierung der klimaschädigenden Gase beteiligen. "Alle erklärten Ziele blieben ansonsten Lippenbekenntnisse und eine verheerende Signalwirkung für die Entwicklungsländer wäre die Folge."
