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10. Mai 2007

Phase zwei der präventiven Kriminalisierung von G8-Kritikern

Nach den umfangreichen Razzien des Bundes gegen vermeintliche G8-Gegner gestern erklärt Petra Pau, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. und Mitglied im Innenausschuss:

Ich werte diese Razzien als Phase Nummer zwei der präventiven Kriminalisierung von G8-Kritikern. Laut "Spiegel" haben Insider zugegeben, dass es sich um eine pure Drohgebärde des Staates gehandelt habe. Zitat: "Wir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir weiter, was und wer sich dort bewegt." Mit anderen Worten: Die Polizei agiert als Heckenschütze.

Phase eins der Kriminalisierung läuft schon länger. Ich war Augenzeugin, wie ein Koordinierungszentrum für friedliche Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Rostock von der Polizei und weiteren Diensten permanent observiert wird. Und ich war Ohrenzeugin, wie Rostocker Einzelhändlern per Radio empfohlen wurde, während der Gipfel-Proteste ja keine wertvollen Waren auszustellen.

Zur Erinnerung: Der G8-Gipfel ist kein Mönchsgebet im Liebfrauen-Kloster. Er ist ein Treffen der Länder, die am meisten von Rüstungsexporten profitieren, die die Welt-Rohstoff-Ressourcen untereinander aufteilen und die erheblich zur Klima-Katastrophe beitragen.

No G8 : Menschen vor Profite. Eine Aktion von Die Linke und WASG

Vom 6. bis 8. Juni 2007 treffen sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen, die G8, zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen, diesmal in Heiligen- damm bei Rostock. Die G8 sind ein Instrument, um neoliberale Politik weltweit umzusetzen. Deshalb werden ihre Treffen von Anfang an von Protesten begleitet.